15 Jahre BERLINintim – die Hauptstadt feiert ihr Erotik-Portal

IMG_5076Der Branchenführer der Erotik-Guides in Berlin und Brandenburg, die BERLINintim.de, steht 2015 tatsächlich bereits im 16. Jahr online. Höhen wurden in all den Jahren stets in die Verbesserung des Kundenservices umgemünzt, Tiefen dank neuer Ideen elegant umschifft. Geschäftsführerin Sabrina Meyer spricht über die Anfänge der Erfolgsgeschichte, harte Konkurrenz und die Zukunft der wichtigsten Werbeagentur für horizontales Gewerbe in Berlin.

Sabrina, Du bist von Anfang an mit von der Partie. Quasi aus dem Nichts ist aus einer kleinen Domain ein kleines, regionales Werbe-Imperium für das Rotlicht-Milieu geworden. Hättest Du das gedacht?
Sabrina: Nein, auf keinen Fall. Als wir am 8. Oktober 1998 „berlinintim.de“ bei der Vergabestelle für Domains in Deutschland registrieren ließen, konnten wir das nicht ahnen. Erstens waren wir absolute Internet-Greenhorns und zweitens konnte sich niemand so recht vorstellen, welche Bedeutung das Netz für unsere Branche eines Tages haben würde. Damals wurde nach Sexkontakten noch in der Zeitung gesucht.

Ist das Geschäftsmodell, Sexarbeiterinnen und Bordelle im Internet für ihre Dienstleistungen Werbung zu machen, sofort angenommen worden?
Sabrina: Keineswegs. Die ersten beiden Jahre waren sehr ruhig. Uns fehlten ja nicht nur Erfahrungen mit dem Internet, sondern wir waren auch völlige Branchenneulinge. Und nicht vergessen: Das Büro war nur ein Schreibtisch im heimischen Schlafzimmer und so stand da buchstäblich auf zwei Quadratmetern Mietwohnung die Wiege von BERLINintim.

Das hört sich ja fast nach Bill Gates oder Steve Jobs an.
Sabrina: Das sind ganz sicher andere Dimensionen, deswegen hinkt der Vergleich. Aber wir haben auch sehr klein angefangen, das stimmt. Und mittlerweile sind wir ja immerhin auch – ganz standesgemäß – an den Alexanderplatz gezogen. Wir „residieren“ jetzt quasi im Herzen Berlins. (lacht) Aber keine Sorge, wir sind auf dem Teppich geblieben.

Du sagst ganz selbstbewusst, BERLINintim sei ohne Zweifel das innovativste Erotikportal in Deutschland. Warum?
Sabrina: Es war das erste Hurenportal, auf dem die Inserentinnen, Clubbetreiber und Callgirls ihre Setcards selbst einstellen und verwalten konnten. Auch das Setcard-System an sich und der Partykalender waren seinerzeit revolutionär. Sowas gab es bis dato einfach noch nicht. Unser Motto hieß: Informieren ohne zu irritieren. Reportagen und Partyberichte machten die Seite interessant und groß. Und als wir 1998 berlinintim.mobi online aktivierten, war das auch der weltweit erste mobile Erotikguide. Noch im selben Jahr gab es die erste Auszeichnung, der WiBa-Award für das innovativste Mobi-Portal. 2009 gab es den Erotixx-Award als bestes RedLightPortal, 2010, 2011 und 2013 dann den begehrten Venus-Award, ebenfalls als bestes Rotlicht-Portal. Wir sind dann sogar ins Filmgeschäft eingestiegen und haben 2012 prompt den Venus-Award „Bester Film“ abgestaubt. Ich finde, wir können schon mit breiter Brust auftreten.

Ihr seid tatsächlich der Klassenprimus unter den Erotik-Guides einer ganzen Region – mit Tausenden von Besuchern auf Eurer Internetseite täglich. Wollte und will die Konkurrenz nicht immer ein Stück von dem Kuchen abhaben?
Sabrina: Natürlich, wir haben ja auch keine Monopolstellung. Fast täglich schießen neue einschlägige Internetseiten aus dem Boden. Die meisten wollen dem Rotlicht-Milieu das Blaue vom Himmel herunter versprechen, können es dann aber nicht halten. Und so schnell wie sie kommen, gehen sie eben dann auch wieder. Da hilft auch viel Geld im Hintergrund nichts. Ein Startup, das bundesweit den Markt übernehmen wollte, biss sich an BERLINintim und Modelle-Hamburg, unser Partnerportal aus Hamburg, die Zähne aus. Nach zwei Jahren und vielen Millionen Euro war Schluss. So grün wir damals hinter den Ohren waren, so erfahren sind wir heute. Deswegen betrachten wir Mitbewerber ganz entspannt.

[…]

Das gesamte Interview findet Ihr in der DD 01/15

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