Neue Lovetoys zum „alten“ Loveday

Und schon wieder ist es so weit… der 14. Februar ist bald da und für alle, die es gerne vergessen (also Männer), es ist Valentinstag!

Alljährlich am besagten Februar feiern Liebende ihre glückliche Zweisamkeit und zwar schon ganz schön lange, wenn man Wikipedia glaubt. Denn in England wurden seit dem 15. Jahrhundert Valentinspaare gebildet, die sich kleine Geschenke oder Gedichte schickten, steht dort geschrieben und wir glauben es gerne und lassen bei diesem Thema die angeblich umsatzgierigen Blumenhändler aus den USA diesmal beiseite.
Der Brauch ist nun mal da und die Frauen erwarten Geschenke! Als kreative Geschenkidee können wir hier die neue Lovetoy-Linie „Close2you“ aus dem Hause Orion empfehlen! Hautfreundliche Silikon-Vibratoren mit so klangvollen Namen wie Sinfonia, Harmonia und Opus locken mit geschwungenen Formen und zurückhaltendem Farbdesign. Auch der Aufliege-Vibrator Legamento sowie der Liebeskugelstrang Rhapsodia stehen in jeweils zwei verschiedenen Farbtönen zur Wahl. Für anregende „Wasserspiele“ eignen sich die musikalischen Freudenspender ebenfalls, denn alle Close2you-Produkte sind wasserdicht, geruchsneutral und besonders leise. Als besonders nützlich zeigen sich auch die klar definierten Bedienfelder, die eine gezielte, individuelle Stimulation mit gleich acht verschiedenen Intensitätsstufen bieten.

Bei der Entwicklung der fantasievollen Lifestyle-Accessoires ließen sich die Flensburger diesmal von klassischen und modernen Elementen unterschiedlicher Musikrichtungen inspirieren. Doch das hört sich leichter an, als es wohl ist… BERLINintim sprach mit Orions Toy-Designerin Nicole Kunter, um dieser Frage nachzugehen.

Toy-Designerin Nicole Kutner und Produktexperte Björn Radcke von Orion

Toy-Designerin Nicole Kunter und Produktexperte Björn Radcke von Orion

Wie läuft der Entstehungsprozess eines Vibrators ab – von der Idee zum Lovetoy?
Nicole Kunter: Zunächst beginne ich mit einer kunterbunten Ideensammlung. Anschließend skizziere und zeichne ich meine Ideen auf ein Blatt Papier, um meinen Vorstellungen ein ungefähres „Gesicht“ zu geben. Daraus entstehen dann Koordinaten für eine Computer-Darstellung in 3-D, die von mir schrittweise weiterentwickelt wird. Letztendlich wird daraus eine Vorlage für den Prototyp.
Da einige Vibratoren eine besondere Festigkeit aufweisen und andere wiederum besonders biegsam sein sollten, treffe ich die Materialauswahl je nach Kreation. Technische Details, wie zum Beispiel Angaben zum Steuerelement des Vibrators, werden zur Vorlage hinzugefügt – all diese Angaben sind wesentlich für die Produktion eines Musters. Orion arbeitet seit vielen Jahren mit Herstellern zusammen, die unsere Ideen und Wünsche entsprechend umsetzen können. So fertigt der Hersteller für uns aus unterschiedlichen Materialien (unter anderen Kunststoff und Wachs) erste Muster in Originalgröße und -form des zukünftigen Vibrators. Diese Vorab-Muster geben uns die Möglichkeit, ohne viel Aufwand Korrekturen vorzunehmen. Erst nach diesem Check-up wird der eigentliche Prototyp inkl. Steuerelement, Batteriefach usw. gefertigt. Der Prototyp ist nicht nur eine reale Ansicht des Designs; hier werden auch die verschiedenen, von uns erdachten Vibrationsfunktionen getestet.
Bis das Produkt dann im Handel ist, ist Teamwork unerlässlich, Toy-Designer, Produktmanager, Werbung und Vertrieb arbeiten hier Hand in Hand.

Wovon lassen Sie sich inspirieren?
Nicole Kunter: Alle Formen, ob aus der Natur oder der Kunst, können inspirierend sein. Neue Trends in Mode und Technik – alles kann die Basis für ein neues, innovatives Toy darstellen. Beispielsweise ließen wir uns bei der Kreation unserer neuesten Produktreihe Close2you sehr stark von der Musik beeinflussen und schufen so außergewöhnliche Instrumente der Leidenschaft. Genau wie in der Musik geht es in der körperlichen Liebe um angenehme Emotionen und reine Hingabe. Musik bedeutet Geborgenheit und Wohlbefinden und genau das ist auch unsere Intention bei den Close2you-Toys. Die Formen und Farben sind dezent, romantisch verspielt und dennoch ausdrucksstark.

Wie wird die passende Größe festgelegt?
Nicole Kunter: Es gibt keine sogenannten Normgrößen. Entscheidend ist, was zum Design passt. Nicht zu groß, nicht zu klein – die richtige Wahl basiert auch auf der fast 30-jährigen Erfahrung von Orion-Lovetoys.

Sehen Sie einen Vibrator als Männerersatz?
Nicole Kunter: Ganz bestimmt nicht, aber ganz bestimmt als ein wunderbares Spielzeug, mit dem auch Paare ihrer Sexualität noch mehr Würze verleihen können. Für Frauen ist es eine perfekte Möglichkeit, ihren Körper noch besser kennenzulernen.

Die Close2You-Produktreihe

Die Close2You-Produktreihe

Inwieweit hat sich die Einstellung der Verbraucher gegenüber Lovetoys verändert und was sind die aktuellen Trends?
Nicole Kunter: Heute möchte der Kunde ein „Rundum-sorglos-Paket“ mit nach Hause nehmen. Also haben wir für die Close2you-Serie gleich alle Zugaben beigelegt. Dazu gehören passende Batterien, Reinigungstuch, ein speziell auf die Silikonvibratoren abgestimmtes Gleitgel, ein samtiger Aufbewahrungsbeutel und für ihn ein Penisring für mehr Spaß zu zweit.
Im Trend sind hochwertige Produkte in verschiedensten Farben und Formen, die die Sexualität in einer Partnerschaft beleben, und Artikel, die auch die ältere Generation ansprechen. Aber auch junge Leute, die erste Erfahrungen mit Lovetoys sammeln möchten, sind ein wichtiges Thema.

Wie sieht denn der Dildo in 20 Jahren aus?
Nicole Kunter: Lovetoys werden sich wohl auch in der Zukunft in puncto Materialien und Funktionen weiterentwickeln. Wer weiß, vielleicht avanciert so ein kleiner Freudenspender zu einem Multifunktionsgegenstand, der ganz selbstverständlich genutzt wird, wie z.B. ein Handy. Aus meiner Sicht wäre es natürlich absolut wünschenswert, wenn ein Toy das „Must Have“ im Jahr 2029 würde – ein schicker und schöner Gegenstand für die Lust.

Die abschließende und wohl interessanteste Frage: Wie wird mann/frau eigentlich Lovetoy-Designer!?
Nicole Kunter: Es ist kein erlernbarer Beruf, falls Sie das denken. Die meisten „Dildodesigner“ sind sogenannte Quereinsteiger. Ich habe Grafikdesign studiert und ursprünglich bei Orion als Verpackungsdesignerin für Lovetoys begonnen. Erst später ist dann auch das Lovetoy-Design hinzugekommen. Wenn man direkt mit den Produkten bei Orion arbeitet, wird man fast automatisch bei der Entwicklung diverser Designs, Layouts etc. involviert.

Aus der BIZ 02/2010

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