Berufsverband befürchtet Verschlechterung der Arbeitsbedingungen für Sexarbeiter_innen durch Pläne der Koalition

Der Berufsverband erotische und sexuelle
Dienstleistungen (BesD) verfolgt mit Besorgnis die Verhandlungen
zwischen SPD und Union zur Prostitutionsregulierung.

„Wir befürchten, dass die Gespräche wenig sachlich geführt werden“, so
Johanna Weber, politische Sprecherin des BesD. „Es besteht enger
Kontakt zur SPD. Bei der CDU regieren wertkonservative
Moralvorstellungen, die mit der Realität in der Sexarbeitsbranche
wenig gemein haben.“ Pressesprecherin Undine de Rivière ergänzt: „Die
angedachte Kriminalisierung junger erwachsener Sexarbeiter_innen,
Zwangsuntersuchungen oder jede Art von Freierbestrafung würden unsere
Lebens- und Arbeitsbedingungen massiv verschlechtern. Statt noch mehr
diskriminierender Repressalien brauchen wir ganz im Gegenteil endlich
eine rechtliche Gleichstellung mit anderen Berufen.“

Zwischen den Koalitionspartnern gibt es große Unstimmigkeiten
betreffend der angestrebten Regelungen in der Sexarbeitsbranche.
Heute, am 13. August finden die Gespräche über die strittigen Punkte
statt. Die CDU gibt an, hart ihre Thesen vertreten zu wollen,
Vertreter der SPD befürchten anstrengende Verhandlungen.

Aktuelle Stellungnahme des BesD zu den strittigen Punkten findet Ihr hier.

Stellungnahme des BesD zum Eckpunktepapier der Union im April 2014 findet Ihr hier.

Sexarbeits-Kongress am 24. und 25. September in Berlin.

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