Erotik-Highlights 2012: Lüsterne Illusionen hautnah erleben

Jedes Jahr erwarten alle Sexbegeisterten mit sabbernder Vorfreude die Grand Damen der Erotikmessen. In Deutschland gilt die Venus Messe schon als Punkt unter der Liste „100 Things you must seen before you die“. Hier kann der Pornokonsument seine lüsternen Illusionen hautnah erleben, Autogramme einheimsen, sich mit Pornostars fotografieren lassen und sich eine Menge Inspiration für die Liebeshöhle in den eigenen vier Wänden holen. Oder auch einfach nur was zum runter holen. Einen Monat später kann man in der Schweiz die Extasia besuchen. Ebenso eine Erotikmesse, wesentlich kleiner und übersichtlicher als die Massenkarambolage bei der Venus, aber dennoch nicht zu verachten und auch einen Besuch wert. Hier die Rückblicke der beiden Top-Messen in Europa.

VENUS 2012
Venus_2012Die Pforten sind noch geschlossen, aber es tummeln sich schon die ersten Hobbyfotografen vor den Eingangstüren des ICC Messegeländes in Berlin. Erotikstars mit pinkfarbenen Koffern und Badgets um den Hals stürmen in High Heels die Hallen. Die Party kann beginnen. Letztes Jahr hatte die Venus eine neue Marktstrategie und schuf mit der nudistischen DJANE Michaela Schäfer und dem Promiluder Gina Lisa ein neues Bild von der Pornomesse. Es dreht sich alles nicht mehr nur um SEX, sondern auch um Lifestyle. Wer hipp ist und was sehen möchte geht zur Venus Messe. Und das Programm wird straff durchgezogen. In der Red Light Area finden wir gleich die ersten Highlights auf der Messe. Europas erfolgreichster Produzent John Thompson hat den pompösesten Stand von allen. Am Counter sitzen reizvolle Ladies wie Stewardessen und warten auf die Besucher. Hier kann man sich bei GGG als Darsteller oder auch „Spritzer“ bewerben. Einzig allein dafür ist der gute Thompson auf die Messe gekommen, um neue Lenden für seine Produktionen zu gewinnen. Nebenan finden wir Porno- und Erotiksternchen Maria Mia, die mit ihrem eigenen Stand ihre Internetseite präsentiert und symphytisch wie immer jedem Fan ein Foto gewährt oder Autogramme gibt. Etwas weiter haben wir Deutschlands Porno-Rapper samt Chaos Atzen am Pornoboss Stand. King Orgasmus One fertigte mit Tim Grenzwert einen neuen Kultfilm: Orgi Pörnchen 7! Diesen verkaufte er seinen Fans und sorgte für ordentlich Bambule in der roten Meile. Gang Bang Queen Laureen Pink, unsere zauberhafte Lilly Ladina, Salma de Nora und Julia de Lucia sorgten im Showbereich für geplatzte Hosenknöpfe. Neu war dieses Jahr auch die Producers & Stars Area. Hier konnte man komprimiert auf ein paar Ständen die angesagtesten Erotikstars erleben. Mia Magma stellte ihre erste Musiksingle vor „Der Berg kommt“ und verkündete, dass sie keine weiteren Pornofilme mehr drehen wird. Lena Nitro und Vivian Schmitt sorgten für viel Aufsehen dieses Jahr auf der Messe. Am Galaabend der Venus sorgte Lena für einen Skandal bei der Preisverleihung, als sie den Preis nicht anerkannte, weil er angeblich nicht echt wäre und alles nur gefaked sei. Vivian Schmitt sollte eine kleine Rede halten, zu Ehren ihres Mentors und Entdecker Harry S. Morgan. Was rührselig begann, endete in ein fremdschämendes Debakel. Die Stimmungen waren gemischt und man sehnte sich die letzte Preisvergabe herbei. Conny Dachs moderierte sich wild und lustig durch den Tittendschungel und verstand es das Publikum wieder zu erheitern. Ebenfalls ein Highlight war Ron Jeremy, der zusammen mit Conny Dachs die Preise überreichte. Etwas verwundert waren die Leute über den Preis fürs Lebenswerk, dieser ging an Biggi Bardot. Die Gute ist grad mal 30 und hat noch einiges vor sich. Verdient erhielt John Thompson den Preis für „Beste Regie“ und „Star Potrait: Maria Mia und Sharon da Vale“ den Preis für besten Film. Eine BERLINintim-Produktion…
Neben der Messe gab es zahlreiche Abend und Nebenveranstaltungen, wo sich der Besucher noch einmal in schöner Gesellschaft ordentlich abschiessen konnte. Ma kann sagen, dass die Venus ein fester Bestandteil der Berliner Kultur geworden ist, und dass sie einfach Spaß macht. Hier gibt es Skandale, Freude, viel nackte Haut und ein Partymarathon, der ganz Berlin in seinen Bann zieht. Man darf auch der Messeleitung sagen, dass sie letztes Jahr einen super Job gemacht haben und den Nerv der Zeit erwischt haben. Kann man nur sagen: Festbeißen und weiter saugen.

EXTASIA 2012
ExtasiaDie Schweizer sind gemütliche Wesen und verstehen es sich rundum wohl zu fühlen. Einfach nur weil sie da sind. Somit wird man sofort angesteckt und kommt in eine angenehme Atmosphäre, wenn man die Eishockey-Halle betritt in der jedes Jahr die Extasia stattfindet. Sie ist wesentlich kleiner als die Venus und man hat in gut einer Stunde wirklich alles gesehen, was die Standfläche zu bieten hat. Trotzdem ist man hier gut ausgelastet, denn es finden ebenfalls nonstop Shows statt und man(n) bekommt einige Sternchen zu Gesicht. Michaela Schäfer, Kitty Core, Mia Magma, Lena Nitro, Vivian Schmitt, Maria Mia, Aische Pervers und noch viele mehr tummeln sich in der Sporthalle zu einem gemütlichen Beisammen. Die Extasia beginnt wesentlich später als die Venus und geht bis in die Nacht, somit spart man sich den Weg zu einer After Show Party und hat genügend Zeit sich von jedem Sternchen ein Autogramm oder Foto zu holen. Interessant ist es, dass das Verhältnis der Besucher ziemlich ausgeglichen ist. Es kommen viele Frauen, wohl bemerkt auch sehr hübsch anzusehen, zur Erotikmesse in Basel und schauen ebenso begeistert und fassungslos auf die Produkte und LCD-Sreens wie die Männerwelt. Hauptaugenmerk sind hier wirklich die Bühnenshows, wo Marcello Bravo und Hally Thomas gemeinsam Erotik mit verblüffender Akrobatik und einem Stich Humor verbinden. Die Schweizer haben natürlich auch ihre lokalen Stars aus der Pornoszene. So trifft man den Dude aus der Schweiz beim Magma Stand. The one and only Michael Ryan. Ein Pornograf aus dem Bilderbuch, der es sich zur Aufgabe gemacht hat bei Tabu Film die alten Vintage Classics aus den Archiven zu graben, um sie den jungen Onanierern ans Herz zu legen und zu sagen: „Schau Junge, so sahen die Schmuddelfilme aus, als dein Papa noch wunde Finger hatte.“
Die Besucher sind auf der Extasia ziemlich entspannt, das mag auch an dem Tantra Kurs liegen, der hier vor Ort angeboten wird. Man(n) muss sich nicht durch die schwitzenden Massen prügeln um eine weibliche Brust zu sehen. Hier kann man ruhig etwas warten, denn es ist optimal portionierte Erotik, die hier geboten wird in einem anständigen Zeitraum. Skandale und viel Presse sind auf der Extasia nicht in dem Maß vertreten wie auf der Venus. Diskret schlendert man von den Schokopenissen zu dem Dildo-Marktplatz und trifft zwischendurch noch einen Pornostar, der einem sagen kann, wo die Toiletten sind. Einziges Manko an der ganzen Extasia-Geschichte sind die Schweizer Preise für Unterkunft und Verpflegung. Für einen normal Sterblichen ist es ein teures Erlebnis, sich nach Basel zu begeben um seine Traumfrauen in Farbe zu sehen.

Fazit:
Beide Messen haben was für sich und eigentlich gibt es auch nichts Schlechtes zu berichten. Beide haben ihren Soll an Erotik und Fleischeslust erfüllt und werden auch 2013 den Urinstinkt in uns wecken und die Messegelände in Berlin und Basel zu eine Art Pilgerstätte machen. Perfekt für Geburtstage und Junggesellenabschiede sind die Messen allemal, aber auch für ein Pärchenausflug durchaus sehr reizvoll. Wer auf Reizüberflutung steht und Nonstop Party möchte sollte sich die Venus nicht entgehen lassen, denn hier gibt’s definitiv später was zu erzählen, wie beispielsweise dass man uns den Venus Award vom Stand geklaut hat. Wer aber eher auf der Schiene der Genießer unterwegs ist, muss auf die Extasia. Hier kostet ein Döner zwar 10 Schweizer Franken, aber dafür hat man durchaus auch mal 10 Minuten bei Vivian Schmitt am Stand und kann über ihre Lieblingsserien reden. Wir sind auf jeden Fall gespannt wie 2013 ausfällt und wer von sich reden macht. Seid dabei!

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