Die Geilheit lässt die Kälte verstummen

Magmafilm-Outdoor-Dreh

Magmafilm-Outdoor-Dreh

Public- oder auch Outdoor-Sex ist gefragt und vermischt Lust und Spontanität mit Nervenkitzel und exhibitionistischem Wahnsinn. Was nicht bedeuten soll, dass wir in der Redaktion davon abgeneigt sind, man muss allerdings zugeben, dass schon eine Portion Mut dazu gehört, in der Öffentlichkeit seine wollüstigen Gedanken mit einem Partner auszuleben. Jetzt, wo noch der Frühling an die Tür klopft, denkt man schon mal häufiger an Sex und ist bereitwilliger, einen Quicky an Ort und Stelle auszuführen, denn meist lässt das dringliche Bedürfnis der Befriedigung die Vernunft abschalten, und einem ist egal ob man eventuell von Passanten erwischt wird. Inspirationsquellen für Outdoor Sex? Willkommen bei Magmafilm. Wir waren Backstage bei der letzten Produktion dabei und erlebten mit, was es wirklich heißt, ein professioneller Pornodarsteller zu sein.

Wir treffen uns an einem Sonntagmorgen um 09:00 Uhr mit dem Drehteam von der deutschen Filmproduktion Magma am Ostbahnhof in Berlin Mitte. Es liegt dicker Schnee und das Smartphone zeigt aktuell -3 Grad Celsius an. Im Grunde genommen ein wirklich unpassender Tag, um in der Öffentlichkeit zu sexeln. Die männlichen Darsteller Kookie Ryan und Pornfighter Long John haben vom Regisseur die Order bekommen sich warm, aber auch sexuell praktisch einzukleiden. Beide sind Vollblutprofies und freuen sich auf die neue Herausforderung. Auf die Frage, warum ausgerechnet an so einem verdammt kalten Tag gedreht wird, antwortet der Regisseur Tim Grenzwert mit der Begründung, dass man so viel leichter an Orten aktiv sein kann, ohne entdeckt zu werden. Denn die Passanten graben bei der Kälte und dem Schnee ihre Gesichter in Jacken und Mützen, und laufen praktisch mit Scheuklappen durch die Berliner Straßen.

Pornfighter Long John war auch dabei

Pornfighter Long John war auch dabei

Erste Szene an der Berliner Mauer. Kookie Ryan steht am deutschen Denkmal und vor ihm kniet die Darstellerin Tara Trash. Sie haben Oralverkehr, der Kameramann hält drauf und der Fotograf schießt seine Fotos. Zwei „Runner“ stehen weiter weg und behalten das Geschehen im Auge. Sollten Kinder kommen, wird sofort abgebrochen, nähert sich die Polizei, ebenso. Viele Touristen erkennen das Geschehen, lachen und laufen weiter. Kookie und Tara bieten das komplette Programm. So ziemlich jede Stellung aus dem Handbuch für gute Pornopositionen wird praktiziert. Der Wind weht und die Kälte treibt zur Bewegung an. Ohne Gejammer und Gezeter ziehen die beiden Profidarsteller die Szene durch. Fast ohne Cut wird durchgedreht, denn hier zählt es, schnell fertig werden bevor jemand kommt, der das nicht duldet. Tara Trash ist von sich selbst überrascht und erzählt uns, dass die Geilheit die Kälte verstummen lässt. Und der Gedanke, an solch einem Öffentlichen Ort sexuell zu verkehren ist schon ziemlich „geil“.
Die nächste Szene hat der Pornfighter mit Aymie Eng. Am Ostbahnhof beginnt die Szene, spontan werden ein paar Aufnahmen an einem parkenden Polizeiwagen gemacht. Das sind Aufnahmen die wirklich Goldwert sind, erklärt der Kameramann. Wenn einem das Herz vor Aufregung durch die Brust springt, weiß man, das sind gute Aufnahmen. Danach ziehen beide in eine Bauruine direkt an der Hauptstraße Inner City. Es herrscht starker Durchzug, dennoch absolvieren beide eine hervorragende Szene und nutzen die Umgebung für diverse Stellungen. Am Ende des Tages sind alle zufrieden und auch ein wenig stolz darauf, den harten Drehtag mit ganzen vier Szenen gemeistert zu haben. Fotograf Hubertus erklärt uns, dass es für solch einen Dreh wichtig ist, dass das Team eingespielt ist und jeder auf den anderen aufpasst.
Es gehört eine Menge Erfahrung dazu, einen Public Film an Orten zu drehen, wo eine Menge los ist. Später erfahren wir, dass der Pornfighter eine Woche mit einer dicken Erkältung im Bett lag. Aber er ist stolz auf den Film, welcher übrigens im April bei Magmafilm auf DVD erhältlich sein wird.

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