Borgia

BorgiaEigentlich hätte die Familie Borgia eine eigene Reihe der „bösen Buben der Weltgeschichte“ bilden können. Bestimmten doch Inzestverdacht, Mord, rauschende Orgien und Betrug das Geschick der berühmten Familie. Hier stellvertretend die Geschichte von Rodrigo Borgia oder Papst Alexander VI.

1432 als Neffe des mächtigen Spanier Alonso de Borgia geboren, der 23 Jahre später als Papst Kalixt III. in die Kirchengeschichte eingehen wird, tut sich der Sprössling Rodrigo bereits in jungen Jahren als Wüstling und eigentlich als gänzlich ungeeignet für den sakralen Stand hervor. Denn bereits früh stürzt sich der schöne, charmante und mit einer angenehmen Stimme ausgestattete Rodrigo auf jeden Frauenrock. Doch in dieser für die Kirche dunklen Zeit von Papstkindern, Ämterverkauf (Simonie) und Familienklüngel (Nepotismus) schafft es sein Onkel ein Jahr nach seiner Papstwerdung, Rodrigo, der mittlerweile auch im Eilverfahren zum Doktor der Juristerei geworden war, zum Bischof und schließlich zum Kardinal zu ernennen.
Bald schon bekommt Rodrigo eine Rüge von Kalixt-Nachfolger Papst Pius II: Uns ist zu Ohren gekommen, dass sich vor drei Tagen mehrere Damen aus Siena in den Gärten von Giovanni Bichi versammelt haben, dass du, ungeachtet deiner Würde, mit ihnen den Nachmittag zwischen ein und sechs Uhr verbracht hast und dass du in Begleitung eines [älteren, Anm. d. Red.] Kardinal verbracht hast. Ungeachtet dessen wird Borgia trotzdem Legat in Spanien und findet in Vanozza de’ Cattanei die Mutter seiner Kinder Juan (Giovanni) (Herzog von Gandía), Cesare (Herzog der Romagna), Lucrezia (später Herzogin von Ferrara) und Jofré und lebt an seinem Hof 20 Jahre lang mit ihr zusammen. Des Weiteren erkennt Borgia noch fünf weitere Kinder von verschiedenen, unbekannten Frauen an. Von dieser Zeit gibt es legendäre Schilderungen über Orgien an seinem Hof – allerdings könnten diese auch Resultat einer Hetzkampagne seiner politischen Gegner sein. Jedoch tauchen im Zusammenhang mit Rodrigo Borgias unaufhaltsamen Aufstieg auch viele plötzliche, ungeklärte Todesfälle von Feinden auf dem Weg des steinreichen Kardinals, der im Volksmund Kardinal Möse oder Kardinal Röckchen gerufen wird.

[…]

Den ganzen Artikel liest Ihr in der BERLINintim Zeitung 03/13

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