Pet Play: Hund, Katze, Pferd – Das Spiel mit der tierischen Lust!

Petplay aud der Venus 2012

Petplay aud der Venus 2012

Unter Petplay (engl. Pet = (Haus-) Tier, Play=Spiel), Animalplay (engl. Animal=Tier) oder auch Zoomimik versteht man ein erotisches Rollenspiel, in dem mindestens ein Partner die (passive) Rolle eines Tieres, zum Beispiel Pferd, Hund, Katze, Schwein oder Kuh, spielt und dessen Körpersprache und Verhalten annimmt. Der andere Partner übernimmt die (aktive) Gegenrolle, so zum Beispiel den Besitzer, Reiter, Hengst oder Tiertrainer. Unabhängig von den Rollen nennt man Tier wie Besitzer Petplayer. Es geht in der Regel darum, menschliche Denkens- und Verhaltensweisen, wie zum Beispiel Verantwortung, Vernunft, Kontrolle und Zensur für eine bestimmte Zeit abzulegen, um auf unkomplizierte Weise völlig neue Verhaltensweisen ausleben zu können, zum Beispiel, ohne den Einsatz von Sprache gehorchen zu müssen, was der geistigen Entlastung und Entspannung dienen kann.

Was bewegt Menschen dazu, Petplay zu leben?

In der Tierrolle kann man sich meist freier bewegen und direkter emotional mitteilen als wie ein Mensch. Tiere werden zwar von ihren Besitzern gefordert, aber auch geliebt und oft nachsichtiger behandelt als Menschen. Bestimmte Tiere stehen meist für bestimmte Eigenschaften. Ein Hund ist treu, verspielt, gehorsam oder rauft sich gerne. Ein Pferd/Pony kann ein stolzes Rassetier sein, ein Dressur- oder Zirkuspferd oder ein Arbeitspferd, das man vor den Wagen spannt. Katzen kommen häufig unabhängig, verspielt, manchmal frech oder verschmust daher. So suchen sich Petplayer in der Tierrolle meist Tiere aus, die ihrer eigenen Persönlichkeit und Ausprägung entsprechen. Besitzer auf der anderen Seite finden meist das Besitzen und die direkte Kontrolle über „ihr Tier“ anregend. Oft wird entsprechendes
Spielzeug einbezogen, wie die Leine beim Hund oder das Zaumzeug beim Pony – eben alles, was ein bestimmtes Tier so haben und brauchen kann oder soll.

Petplay – eine BDSM Sexualform?

Das Petplay zählt durchaus zu den Praktiken des BDSM. Klassische Elemente wie Machtgefälle, Unterwerfung, sexuell stimulierende Erniedrigung und sadomasochistische Praktiken können Bestandteil des Spieles sein. So lieben es viele Masochisten zum Beispiel, sich von ihrer Herrin wie ein Pferd zügeln, reiten und peitschen zu lassen oder ihr als Hund mit Halsband, Maulkorb und Hundeleine bedingungslos zu gehorchen. Es gibt aber auch Spielarten ohne signifikantes Machtgefälle, wie reine Pet-Pet-Beziehungen oder eine Art partnerschaftliche Haustierbeziehung zwischen Pet und Owner (dt. Besitzer). Tierrollenspiele, in denen das Annehmen der Rolle selbst Ziel und Motivation des Spielers ist, nennt man auch Zoomimik. Hier ist eine möglichst vollständige Adaption an die Rolle wesentlich, was sich durch den Schwerpunkt auf das Outfit ausdrückt (z.B. Hufe, Fell oder Ohren), während dies bei Petplayern, für die das Rollenspiel und Machtgefüge oder die im Spiel ausgelebte Demütigung das sexuelle Element bildet, nicht im selben Maße wesentlich für das Erlebnis der Tierrolle ist. Die einen wollen gerne mal ein Tier sein, die anderen wollen dazu gezwungen werden, ein Tier zu sein. Allen gemein ist der Wunsch, sich in ein Tier zu verwandeln oder sich wie eines zu verhalten. Letztendlich gibt es eine große Bandbreite an Motivationen und wie diese Spielarten im Detail individuell ausgelebt werden. Ob mehr anregender, geistiger Natur, als erotisches Vorspiel oder sexueller Art, als Fetisch oder BDSM-Spielart.
Was genau ein Petplayer beim Spiel empfindet, ist seine ganz persönliche Sache und geschieht immer in Absprache und im Einvernehmen mit dem Partner.

Wo bekomme ich Outfits und wo treffe ich Gleichgesinnte?

„Fury Fantasy“ stellt als einziger in Deutschland seit einigen Jahren in aufwändiger
Handarbeit ausgefallene, qualitative Masken, Kostüme und Zubehör aus echtem Leder her – mit Patent auf die entwickelte Verfahrensweise und alles auf Maß und Kundenwunsch. Was zunächst nur als eigenes Partyoutfit gedacht war, stieß auf so große Resonanz, dass „Fury“ seine handwerklichen Künste auch anderen zur Verfügung stellen wollte. Er arbeitet nach realen Vorlagen und fertigt seine ästhetischen Kunstwerke mit sehr viel Liebe zum Detail (www.fury-fantasy.com).
Der „Fetish Pets Store“ ist ein Onlineshop nur für Pet-Liebhaber. Der Betreiber aus Berlin hat sich auf diesem Gebiet spezialisiert und Masken, Hufe, Halsbänder, Bondage-Artikel und Spielzeuge für Hunde, Katzen, Schweine und Ponys bietet  (www.fetish-pets-store.com). Wer einmal live erleben, was im Petplay passiert, und sich anregende Ideen und Fantasien holen möchte, der ist bei „Director Sands“ genau richtig. Sands dressiert und hält menschliche Tiere und dokumentiert die Erlebnisse auf seiner Homepage (www.circus-sands.com). Director Sands: „Du kannst nie wirklich sagen, wer der Dominierende ist, es gibt auch die passive Dominanz des Tieres, daher muss man als Herr immer aufpassen und ist gefordert, die Kontrolle zu bekommen und auch zu behalten!“ Auf der Homepage www.pets-and-owners.de findet man verschiedene Hinweise wo sich Pet-Play-Gruppen aus Berlin, Hamburg und Köln treffen.

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