Caligula

Ein ganz ganz schlimmer Finger der Weltgeschichte war Kaiser Caligula, bekannt für ausufernde Orgien, Inzest, Wahnsinn, außerdem populärer Namensgeber für viele Bordelle und Porno-Historienfilme.

Caligula

Caligula

Caligulas Motto soll „oderint dum metuant“ gewesen sein – das ist auf deutsch: „Sollen sie mich doch hassen, solange sie mich fürchten“. Der in den historischen Quellen gemeinhin als wahnsinnig geltende Herrscher lebte von 14 bis 41 n. Chr., war der Urenkel des berühmten Augustus und war von 37 bis zu seinem Tode an der Macht. Sein Vater war der sehr populäre Feldherr Germanicus. Als kleiner Junge war Gaius Augustus Caesar, wie er ursprünglich hieß, das Maskottchen der römischen Truppen und erhielt aufgrunddessen den Spitznamen „Caligula“, was die Verkleinerungsform zu „caliga“, „Soldatenstiefel“ ist. Nach dem frühen Tode des Vaters wuchs der Knabe erst bei seiner Urgroßmutter, dann bei seiner Großmutter auf. Schon früh zeigte er Talent als Rhetoriker und wurde vom amtierenden Kaiser Tiberius als Ratgeber und Weggefährte geschätzt. Seine Mutter  Agrippina die Ältere wurde wegen anhaltender Konflikte mit Tiberius verbannt und verstarb im Exil, auch sein Bruder Drusus erreichte kaum das Erwachsenenalter, wahrscheinlich wurde er vergiftet. Das Verhältnis mit seinen drei Schwestern war äußerst eng, weshalb ihm früh Inzest vorgeworfen wurde. Bald schon konnte der 17-Jährige den Römischen Senat für sich gewinnen; und nach dem Tode des Tiberius (einige Quellen berichten, Caligula selbst hätte ihn mit der Hilfe seines Freundes Macro umgebracht) wurde dessen Testament umgeändert, sodass der eigentliche Nachfolger des Princeps, der Enkel Tiberius Gemellus, enterbt wurde.
Schon kurz nach dem Antritt des „Stiefelchens“ bereuten die Senatoren ihre Entscheidung jedoch zutiefst. Caligula ließ die sogenannten „Majestätsprozesse“ wiedereinführen, die reiche angebliche Widerständler verurteilten und ihnen ihr Geld und oft auch ihr Leben nahmen. Der junge Mann hatte großangelegte architektonische Pläne und einen äußerst aufwendigen Lebensstil und brachte somit den riesigen Staatsschatz des sparsamen Tiberius durch. Außerdem fing der von hellenistisch-östlichem Brauchtum beeinflusste Caligula an, sich von seinem Volk als „optimus maximus“,  „Allerbesten und Allergrößten“ bezeichnen zu lassen, sich mit Gott gleichzusetzen, Opfergaben, den Kniefall und Fußküsse zu verlangen und sich als Despot aufzuführen. Manche Quellen sagen, Caligula hätte im ersten Jahr seiner Herrschaft einen Nervenzusammenbruch erlitten und wäre daraufhin an einer Hirnhautentzündung erkrankt, was den „Caesarenwahn“ ausgelöst hätte. Der Geschichtsschreiber Sueton erzählte über diesen Zeitpunkt: „Bis hierhin vom Kaiser, jetzt muss über das Scheusal berichtet werden“.
Er zwang den von ihm adoptierten Onkel Tiberius Gemellus aus Angst vor dem Thronraub zum Selbstmord. Er raubte griechische Kunst, intensivierte die Gladiotorenkämpfe zu grausamen Schlachtereien, ließ eine Brücke über den Meerbusen zwischen Baiae und Puteoli bauen und feierte danach ein Riesenfest zur Bezwingung des Meeres, als Trophäen dienten Muscheln. Sein Lieblingspferd Incitatus wurde zur Verspottung der Senatoren zu einer der ihren erhoben, hatte einen eigenen goldenen Palast und Dienerschaft. Es war sogar geplant, eigenen Söldnern die Haare rot zu färben und sie in germanischen Trachten einen Triumphzug in Rom inszenieren zu lassen, weil Caligula im Germanenfeldzug keine Fortschritte machte. Er tötete den König von Mauretanien und verleibte sich sein Land ein. Er soll gesagt haben: „Hätte das Volk von Rom doch nur einen einzigen Nacken! [… damit ich es mit einem Mal erwürgen kann]“.
Neben zahlreichen Orgien mit Männern und Frauen und regelmäßigem Verkehr mit Prostituierten ging er drei Ehen mit vorher verheirateten römischen Adligen „liederlicher Moral“ ein, seine letzte Gattin war sogar im achten Monat schwanger, als sie heirateten – ein Skandal.

Den ganzen Artikel liest Ihr in der BERLINintim Zeitung 02/13

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