Neue Partys braucht das Land…

02_2010_TitelseiteWenn’s jeder macht, ist es nichts besonders mehr!

Ach, was waren das noch für tolle Zeiten, als Gangbangpartys und Swingertreffs noch was aufregend Anderes waren. Nur hinter vorgehaltener Hand sprach man(n & frau) von diesen verruchten Sexorgien im Verborgenen. Gangbang, das waren Sexpartys von privaten Paaren und Soloherren, die sich nach all den Jahren mal trauten, die Sau raus-, jeden ran- und den Spaß zuzulassen. Und weil das keinesfalls normal war, erzählte man so etwas auch nicht herum. Gangbang war und blieb auch lange, lange Zeit das eigene, kleine Geheimnis…

Die ersten Partys…

Da denke ich noch an die ersten Partys bei Valeriaintim zurück. Damals in Kreuzberg, in der XS-Lounge, einer ehemaligen Fabriketage, wo auf dem Boden gepoppt wurde, wie es gerade kam. Später folgten einige gute Gruppensexsorgien auf Dachböden, in Kellern und in Privatwohnungen.
Und auch wenn es immer noch BerlinerInnen gibt, die das nicht glauben wollen oder können: Gangbang bzw. die zugehörige Party ist mittlerweile was ganz profanes geworden. Kein Tag vergeht, wo nicht mindestens 1-2 Partys in Berlin stattfinden. Kaum ein Club in Berlin, der nicht regelmäßig Gangbangparty organisiert. Einige Clubs bieten es sogar täglich an. Selbstverständlich bleibt dieser Spaß den Erwachsenen vorbehalten.
Gangbang in Berlin ist inzwischen durch den Kommerz verkommen, leider. Es ist wie mit dem Champagner, der nur geschmeckt hat, als er ganz teuer war und es sich niemand wirklich leisten konnte. Seitdem es die „Puffbrause“ auch bei Aldi gibt, schmeckt sie keinem mehr…

Ein junges Paar mit Lust auf mehr…

Angefangen hatte doch alles in einem sehr intimen Rahmen. Alex und Valeria, ein junges Paar mit Lust auf mehr, organisierten die ersten Partys in Berlin, wo sich nicht alle vorher kannten. Wo private Lust gepaart mit dem Gefühl, etwas verbotenes zu tun, multiple Orgasmen verursachte und jede Menge Spaß brachte. Wo viele auf den nächsten Termin hinfieberten und es gar nicht erwarten konnten, endlich wieder dabei zu sein.
Aber jetzt ist es vorbei, dieses Gefühl. Gangbang in Berlin ist so normal geworden wie eine Dönerbude in Kreuzberg.
Vor wenigen Jahren konnte man mit nur wenig Werbung zu einer Party bis zu 150 Leute hinbewegen. Da wurde manchmal schon die Luft dünn. Jetzt müssen manche Betreiber froh sein, wenn sie die Party nicht wegen Männermangel einstellen müssen. Andere müssen sich immer wieder was neues einfallen lassen. Es scheint, der Hype ist vorbei…
Aber keine Angst, es wird weiterhin Gangbangpartys geben. Mal als gummifreie Bareback-Party, mal als private Massenbesamung nach japanischem Beispiel oder aber als privatorganisierte Gruppensexsorgie für ausgewählte Herren.

Frivole Dates zu Hause oder im Swingerclub

Wir denken, die intimen Events im privaten Umfeld werden sich mehr und mehr durchsetzen. Kleine Bumspartys mit ein oder zwei Frauen, die nicht aufs Geld, sondern auf den Schwanz gucken. Frivole Dates zu Hause oder im Swingerclub.
Und nur diejenigen, die sich schon immer dem Massentrend entzogen haben, werden einfach so weitermachen können wie bisher. Nina & Mike zum Beispiel. Hier zählte schon immer Klasse statt Masse. Sexorgien, die ihren Namen verdienen. Nicht ganz billig, aber gut, so die einhellige Meinung der Besucher. Das finden auch die Münchner, Züricher und Stuttgarter, denen das Hardcorepärchen regelmäßig einen Besuch abstattet. Vielleicht ist es die private Atmosphäre und die Warmherzigkeit von Nina, die ihnen seit über mehr als 15 Jahre recht gibt.

Aber das sind Ausnahmen und wir werden sehen, wo die Reise hingeht…. Eines ist jedenfalls klar: Die Veranstalter müssen sich was neues einfallen lassen…. Und deshalb dürfen wir gespannt sein, was sie demnächst, dem vergnügungssüchtigen sexhungrigen Großstädter anbieten werden.

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