DD-Gewinnspiel auf der Venus

Diskretes Deutschland veranstaltet am eigenen Stand auf der diesjährigen Venus ein Gewinnspiel. Ihr könnt folgende Preise vor Ort gewinnen:

1)    ein Motorroller
2)    Abendessen mit Jason Steel, dem deutschen männlichen Pornostar!
3)    3x Freier Eintritt zur Anni Porsche Party
4)    Übernachtung für 2 Personen in der Jugendstilvilla
5)    Freier Eintritt für ein Pärchen im Club Lillith
6)    100 Gutscheincodes von 777 im Wert von à 20-25 Euro
7)    3x Überraschungspakete von Orion
8)    Vibrator: GIGI 2 von Lelo
9)    2x DVD „Marina Montana Scharfe Ficks auf Mallorca“
10)    XXX Filme von GGG
11)    3x HerpoTherm / der elektronische Lippenstift gegen Herpes
12)    3x Jahresabo der DD
13)    2x DD-Fan-Paket (Tasse, Kugelschreiber, Mousepad)
14)    Hörbuch: Zu Dritt! 5 erotische Kurzgeschichten im Dreierpack
15)    Buch: Wir sehen uns im Puff! Die Pay$ex-Einführung von R. Fahren
16)    Bildband: Dead Place Erotic von Guido Thomasi
17)    2x Nuru Gel Classic
18)    1x Nuru Gel Spa
19)    1x Nuru Gel Premium

Natürlich kommen da noch einige nette Preise dazu, aber das ist der Stand vom 26. September🙂

Wir freuen uns auf jeden Besucher! Ihr bekommt (so lange Vorrat reicht) eine kostenlose DD an unserem Stand von einer unseren hübschen Hostessen überreicht und könnt beim Gewinnspiel mitmachen und sofort gewinnen!

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Public Disgrace: Die (einvernehmliche) Öffentliche Erniedrigung

img_0549Steve Holmes in Berlin im Sommer. Das bedeutet ganz sicher eins, es wird heiß. Frage: Wie heiß? Verdammt heiß, spätestens wenn in sexy Dessous über die Oberbaumbrücke auf allen Vieren gekrochen wird. Spätestens wenn Radfahrer fast auf die Fresse fliegen, weil sie nicht glauben können, was sie gerade gesehen haben. Spätestens wenn eilig herbeigerufene Polizisten oder das Ordnungsamt wieder abziehen müssen, weil alles, was bei Public Disgrace getan wird, legal ist.

Steve Holmes kennen einige bereits aus seinen Hardcorefilmen. Seinen Namen hat er in Anlehnung an den bekannten Pornostar John Holmes aus den 70er Jahren gewählt. Mitte der 90er Jahre drehte er seinen ersten Pornofilm und stieg innerhalb kürzester Zeit zu Deutschlands international meistgebuchten männlichen Darsteller auf. In den Jahren 2005 und 2006 erhielt er den begehrten AVN-Award als „Bester Darsteller“ aus dem Ausland. Weltbekannt wurde Steve Holmes allerdings erst mit seiner Serie Public Disgrace. Dabei geht es um die spielerische Erniedrigung einer oder zweier Frauen (die Subs) im BDSM-Stil durch einen männlichen oder weiblichen Dominos an öffentlichen Plätzen wie dem Brandenburger Tor, Kudamm oder Alexanderplatz. Danach wird in ein Café, Club oder gar Restaurant gegangen, wo es dann richtig abgeht. Alle, die wollen, sind zum Zuschauen oder spontanen Mitmachen eingeladen. Getränke sind gratis, fi**** tun aber nur die Profis.

img_0455Mit seiner Crew zieht er jedes Jahr von Stadt zu Stadt und sorgt für ordentlich Aufregung. Nur wenige Formate sind derzeit so bekannt wie Public Disgrace. Wer denkt, es handelt sich hier nur um ein etwas krasseres Programm als normal, der war noch nie live dabei. Lullu und ich hatten das Glück als Darsteller gebucht zu werden und ich kann euch somit aus erster Hand berichten, was da abging. Soviel kann ich schon mal sagen, es war eine völlig neue Erfahrung für mich und ist mit dem üblichen Darstellerdasein nur schwer zu vergleichen. Was mich erwartete bei einem solchen Dreh, war mir bereits bekannt aus seinen Filmen und einigen Erzählungen. Denn schon im Vorgespräch warnte er mich davor, es nicht zu locker anzugehen. Denn was wir tun, ist zwar legal, nichtsdestotrotz eine Gradwanderung auf Messers Schneide. Etwas zu viel Spanking auf der Straße oder die falschen Leute im Hintergrund und es ist illegal…

img_0521Am 15.07.2015 war es endlich soweit. Lullu und ich waren zu 9 Uhr in ein Hotel am Lützowplatz bestellt. Steve öffnete uns die Tür. Er hatte ein ganzes Apartment gebucht. Den Platz brauchte er auch für seine ganzen Requisiten wie Peitschen, Dildos, Klammern, Seile, Ketten, Handschellen, Pugs, Masken und einige Outfits für die Girls. Lullu ging gleich in die Maske und ich hatte Zeit, mich mit den rumliegenden Spielsachen anzufreunden sowie einen ordentlichen Kaffee zu trinken. Nach und nach trafen weitere Leute ein. Sie gehörten alle zum Team. Drei Kameraleute, zwei Fotografen, etwa 6 Sethelferinnen und ein Mann für alles (außer für den Garten🙂 Jeder wurde mit einem Walkie-Talkie ausgestattet, so dass Steve während des Drehs immer die Möglichkeit hatte mit allen in Verbindung zu stehen. Das war gut so, denn – wie ich schon sagte – es ist nicht ganz ohne, sowas abzudrehen.

Steve hatte sich im Vorfeld genau über die Gesetzeslage informiert und weiß genau, was er darf und was nicht. Um kurz auf die Gesetzeslage und die Gleichschaltung von Männern und Frauen einzugehen: Alles was bei Public Disgrace gezeigt wird, ist völlig legal. Solange es mit einer Frau ist, die dominiert wird und kein Mann. Denn das wäre strafbar. Sorry, liebe männliche Sklaven.

img_0532Für die ersten Außenaufnahmen entschied Steve sich für die Oberbaumbrücke, die Friedrichshain mit Kreuzberg verbindet. Mit zwei vollen Vans fuhren wir gegen 12 Uhr los. Lullu war die Aufregung ins Gesicht geschrieben, von der aber nichts mehr zu sehen war als der Dreh startete. Julie war die Dom und Lullu die Sub. Steve hielt sich diesmal im Hintergrund und gab fleißig Anweisungen durch sein Walkie-Talkie. Ich konnte mir die Szenerie von nahen anschauen und war mindestens genauso geschockt bis erregt wie umherlaufende Passanten. Als Lullu dann endlich blank zog und über den Boden krabbelte, feuerten sie ein paar Passanten an. Eine Straßenmusikergruppe kam jetzt auch in Wallungen und klimperten wild auf ihren Instrumenten. Radfahrer verdrehten sich sprichwörtlich den Hals beim Vorbeifahren. Mir wurde klar, dass dies hier etwas besonderes war. Nach etwa 15 Minuten war es schon vorbei. Steve gab Anweisungen an alle: „Zurück zum Van, Abfahrt in 3 Minuten.“ Er versuchte stets die Aufnahmezeiten kurz zu halten, um unnötigen Stress mit Behörden oder Passanten zu vermeiden.

Wir wollten gerade losfahren, als eine ältere Frau um die 50 zu uns an den Van kam und mit Steve sprach. Sie unterhielten sich kurz und natürlich wollte ich wissen worüber sie sprachen. Er erzählte mir, dass diese Frau schon lange ein Fan von Steve Holmes ist und bot sich als Sub für die nächste Produktion an. Unglaublich. Ich war überrascht, aber nicht geschockt. Nächster Halt Siegessäule. Dort wurde Lullu dann von Julie nochmal so richtig rangenommen. Also mit Paddel und Klammern verwöhnt. Wieder konnte ich sehen wie einige Passanten uns aus sicherer Distanz beobachteten. Man spürte richtig die Erotik in der Luft und ich glaube, bei dem einen oder anderen Mann wurde es in der Hose auch ziemlich eng. Nach weiteren 15 Minuten hieß es dann: „Zurück zum Van, Abfahrt in 3 Minuten.“

img_0569Wir fuhren in eine Bar am Rosenthaler Platz. Der Besitzer wusste selbstverständlich Bescheid und alles war abgeklärt. Den Gästen wurde schon am Eingang gesagt, dass hier ein Porno produziert wird und sie herzlich eingeladen sind dem beizuwohnen. Unter Abgabe einer Einverständniserklärung mit ID-Shots für die Aufnahmen dürfte man mit interagieren. Beispielsweise mal mit dem Paddel auf den Po hauen. Oder Münzen in einen Münzbeutel werfen, der wiederum mit Klammern an den Schamlippen befestigt war. Ich weiß nicht exakt warum, aber wir sammelten gut Geld ein und der Beutel wurde Zusehens schwerer und damit auch das vermeintliche Leid der Sub. Jetzt begann der wahre Hardcoreteil der Produktion und ich brachte mich auf einer Couch in Position. Mir gegenüber saßen etwa 10 Personen, Gäste, Pornohungrige wie auch immer; sie klatschten in die Hände als Lullu auf allen Vieren in Richtung meines Schrittes kroch. Schnell fand sie etwas in meiner Hose, was ihr und mir gefiel. Immer mehr Gäste bildeten langsam einen Kreis um uns herum und staunten mit offenen Kinnladen. Steve unterbrach kurz und deutete auf die Kameramänner hin, die genügend Platz brauchten für ihre Aufnahmen. Aus dem Kreis wurde ein Halbkreis. Steve kam nun auch dazu. Seite an Seite sitzend ließen wir es uns gutgehen. Die Zuschauer kamen jetzt mit ihren Handys immer näher und fingen an nach Selfies zu fragen, während wir bedient wurden. Schließlich wurde es heftiger.

img_0817Wir zeigten, was wir beim Porno gelernt hatten und so kam es wie es kommen musste. Nach einer kleinen Trinkpause wurde das Finale eingeleitet. Steve hockte sich als erster über Lullu und brachte seinen Cumshot unter dem Gejohle der Anwesenden hervor. Bei mir war es nun 1 Minute vor 12 und ich positionierte mich ebenfalls über Lullus Kopf. Ich spürte schon den aufsteigenden Druck in meiner Fleischpeitsche als plötzlich aus dem Off hinter uns ertönte: „Cut! Stop! Die Polizei!“ Tatsächlich, zwei freundliche Beamte standen an der Eingangstür und wollten wissen, was abgeht. Steve und der Besitzer sprachen mit ihnen. Die Polizisten schauten verwundert, als Steve ihnen eine ordentlich aufbereitete Mappe mit Gesetzestexten unter die Nase hielt. Sie zogen wieder ab, baten aber darum, die Aufnahmen für heute zu beenden. Steve stimmte zu. Ich nicht, ich wurde allerdings auch nicht wirklich gefragt. Ahhhh, so kurz vor dem Cumshot zur Aufgabe gebeten zu werden passiert echt nicht oft. Eigentlich nie. Ok, egal, es hieß wieder: „Zurück zum Van, Abfahrt in 3 Minuten.“ Wir fuhren wieder zum Hotel zurück. Mittlerweile war es jetzt 19 Uhr durch. Die Zeit verging viel zu schnell. Steve lud uns alle noch abends zum Essen ein. Was wir dankend annahmen, da so ein Dreh echt hungrig machte. Steve erzählte uns später noch Anekdoten aus der Vergangenheit und über die Anfänge von Public Disgrace. Wir waren fasziniert  und ich versprach ihm, einen Bericht darüber zu schreiben. Was ich hiermit getan habe. Also haut rein und vielleicht trifft man sich ja mal auf der Straße in einer ungewöhnlichen Situation.

Jason Steel

Text & Bilder aus der DD 05/15

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Acht Brüste für ein Halleluja

Ein Monat noch und die Erotikmesse VENUS feiert in diesem Jahr vom 13. bis 16. Oktober ihr 20-jähriges Jubiläum. Zu diesem runden Geburtstag bietet die Messe einige heiße Neuerungen und Besonderheiten, wie eine komplett neu gestaltete Fetisch-Area – die Kinky VENUS. Aber auch das diesjährige Plakatmotiv ist besonders heiß und bietet eine Überraschung. Gleich vier VENUS-Gesichter zieren das Plakat 2016, eine Premiere. Darunter wie in jedem Jahr: VENUS-Markenzeichen Micaela Schäfer. Sie ist als Gesicht der Messe nicht mehr wegzudenken und eng mit der VENUS verbunden. Auch Entertainerin Mia Julia Brückner ist wie im vergangen Jahr wieder dabei. Neu auf dem Plakat: Sarah Joelle Jahnel und Lexy Roxx.

venus-2016-plakat-quer

Erotisch, aufregend und ein wenig verrucht, so war das Shooting für das diesjährige Plakatmotiv, als sich die vier Frauen in Sexgöttinnen verwandelten, die im Vorfeld der Messe von mehr als 10.000 Plakaten lächeln werden. Hinter dem „perfekten Schuss“ steckte zunächst erst einmal harte Arbeit, denn neben dem Gruppenmotiv wurden auch Einzelmotive für Autogrammkarten fotografiert. Vier Girls mit unterschiedlichen Größen und Figuren, jede mit ganz eigenen Vorzügen, die perfekt in Szene gesetzt werden wollen – keine leichte Aufgabe. Allerdings präsentierten sich die vier Gesichter von ihrer Schokoladenseite und langsam fügte sich alles zusammen: das richtige Licht, die perfekte Pose, der perfekte Ausdruck und so war mit erstaunlich hoher Geschwindigkeit das Plakatmotiv im Kasten.

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Große Sex-Studie: Rund 42 Prozent wünschen sich Sex mit gleichem Geschlecht

Lieber später bi als nie…

Je älter, desto aufgeschlossener werden Deutsche für homosexuelle Erfahrungen: Gemeinsam mit der Erotikmesse VENUS befragte Poppen.de, Deutschlands größtes Casual-Dating-Portal, mehr als 15.000 Nutzer zu ihrem Sex-Leben. Anlässlich des 20. Geburtstags der Erotikmesse verraten User, worauf sie wirklich stehen. Erkenntnisse zu sexuellen Vorlieben der älteren Nutzer überraschen besonders. Mit dem Alter kommt nicht nur die Weisheit, sondern vor allem die sexuelle Offenheit. Stolze 32 Prozent[1] der über 65-Jährigen haben eine bisexuelle Neigung. Zum Vergleich: Bei den 25- bis 34-Jährigen fühlen sich dagegen nur 22 Prozent zum eigenen Geschlecht hingezogen. Ganze 42 Prozent aller Teilnehmer zeigen grundsätzliches Interesse am Sex mit dem gleichen Geschlecht; fast jeder Fünfte praktiziert ihn ab und an.

Bildquelle_VENUS Berlin

Wunschlos glücklich? Eher nicht

Obwohl 80 Prozent der über 45-Jährigen mit dem eigenen Sex-Leben zufrieden sind, hegen sie dennoch heimliche Fantasien. So wünscht sich mehr als ein Drittel der 45- bis 54-Jährigen ein einmaliges Sex-Abenteuer. Und mit dem Alter steigt sogar die Lust auf unverbindlichen Sex. Bei den über 65-Jährigen wollen immerhin 44 Prozent einen One-Night-Stand erleben. Eine Beziehung stellt kein Hindernis dar: Knapp 54 Prozent der über 45-Jährigen betrügen ihre oder ihren Liebsten, gehen dabei jedoch diskret vor. Bei den 18- bis 24-Jährigen spielt Treue eine deutlich größere Rolle. Lediglich 36 Prozent von ihnen gehen fremd. Deutschlandweit betrachtet leben die treusten Menschen in Nordrein-Westfalen, während Baden-Württemberger das lockerste Verhältnis zur festen Bindung haben.

Manche Hobbys ändern sich nie

Rund die Hälfte der Befragten – Jung und Alt im gleichen Maße – fährt auf Pornos ab. Sex-Filme finden nicht nur bei 55 Prozent der Männer Anklang, sondern gefallen auch 42 Prozent der Frauen. Weil es zusammen mehr Spaß macht, schauen fast 60 Prozent der Nutzer die Porno-Filme am liebsten mit dem eigenen Partner.

Umfrage

[1] Alle Ergebnisse wurden auf ganze Zahlen gerundet.

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80 Euro für eine „Private Card“ in der Diskretes Deutschlan

Diskretes Deutschland, die deutsche Erotik Zeitung, führt zur Venus 2016 wieder die beliebten Privat Setcards (PA) ein. Für nur 80 Euro stehen diese 1/4 Anzeigen eigens den Damen und Herren aus dem Erotik Business zur Verfügung. Beworben kann auf diesen PA mit einem Foto die eigene Domain, eine Telefonnummer oder allgemein der Name.
Auf einer Seite werden insgesamt 4 Private Cards abgebildet. Die Private Card sind ausschließlich für Privat Personen reserviert!

Diskretes Deutschland erscheint deutschlandweit in zahlreichen Kiosken und Sexshops, beispielsweise in den Orion- und Erdbeermund-Filialen.
Zur Venus 2016 werden zusätzlich zur kostenpflichtigen Auflage am Kiosk und in den Sexshops noch etwa 3.000 Exemplare kostenlos auf der Messe verteilt.

Für Unternehmen bietet die Diskretes Deutschland bereits 1/4 Seite Anzeigen für 250 Euro netto; 1/2 Seite für 300 Euro, 1/1 Seite für 450 Euro.

Kontakt: web@diskretes-deutschland.de

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1.Werkschau Berliner Amateur – Aktfotografie

1.Werkschau Berliner Amateur – Aktfotografie im Theater am Park in Berlin – Biesdorf, Frankenholzer Weg 4. Hier haben Amateurfotografen die Gelegenheit ihre Fotos zu präsentieren. Deshalb versuchen wir möglichst so viele Hobbykünstler wie möglich zu unserer Werkschau einzuladen und bieten damit dem Publikum die Gelegenheit für einen Dialog mit dem Fotografen. Die Fotografie spielt in unserer bildbewusten, fotografischen Arbeit eine große Rolle für die Vermittlung von nichtalltäglichen Motiven, um sie dem Betrachter näher zu bringen. Die Darstellung in der Werkschau unverhüllter körperlicher Schönheit war zu allen Zeiten Gegenstand der Sinnlichkeit und Begierte, so der Organisator, Dietmar Schürtz. Für Besucher und Fotografen bieten wir zwei Live- Shows als Fotoshooting mit Erwerb einer Fotoerlaubnis.

Öffnungszeiten:    3.Sept. 2016 von 14:00 Uhr bis 22:00 Uhr
4.Sept. 2016 von 14:00 Uhr bis 20:00 Uhr.
Eintritt:                  6,- Euro
Zutritt                     ab 18 Jahre

Karte DIN A6 quer Werkshow Aktfotografie rck

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Kann man(n) mit Pornos noch Geld verdienen?

Jason Steel 01Neulich hat mein Steuerberater mit mir Klartext gesprochen. Natürlich sprachen wir zuerst über meine EÜR-Rechnung des letzten Jahres und über kleinere Geschäftsvorfälle, wo ich hier und da Belege nachzubearbeiten hatte. Ich schaute mir die Zahlen an und war froh festzustellen, dass die Steuer nicht so hoch ausfallen würde wie ich vorher befürchtet hatte. Insgesamt gesehen, ein berauschendes Ergebnis sieht anders aus. Nach einer guten Stunde fing der Steuerberater den Satz etwa so an:“Wie lange soll das noch so weitergehen?“. „Sie meinen Pornos drehen?“ fragte ich. „Ja, das und zu wenig Geld verdienen!“

Ich schluckte … denn ich wusste wovon er sprach. Er erklärte mir, dass er meine Arbeit an sich toll finde, aber ich im Verhältnis zu meiner Arbeitsleistung viel zu wenig verdiene. In seinem Steuerbüro arbeite er für Mandanten aus unterschiedlichen Branchen. Darunter sind Freiberufler, Unternehmer und auch ganz normale Arbeitnehmer. Die hätten im Durchschnitt alle mehr Verdienst als ich. Im direkten Vergleich verdiene ich wohl nach Abzug betrieblicher Ausgaben genauso viel wie eine festangestellte Servicekraft in der Gastronomie. Nur mit einigen Unterschieden, wie dass diese gesetzlich krankenversichert ist ohne eine Selbstbeteiligung von 600 Euro hat und im Kündigungsfall wenigsten Arbeitslosengeld erhalte. Er fragte mich, was ich denn in so einem Fall an Reserven hätte. Ich gab zu, dass da Nichts ist. Dass Einnahmen und Ausgaben eine Plus-Minus-Null Geschichte ist und die Erfolgskurve eher einer Achterbahnfahrt ähnelt dessen Ankunftsziel noch gar nicht feststeht. Als Mann ist es schwierig genug Geld zu verdienen, um davon leben zu können. Vorbei ist Glanz und Gloria der 90er schon lange.

Die Pornoindustrie ist wirtschaftlich gesehen nur noch ein Schatten ihrer Selbst. Dabei spielen Urheberrechtsverletzungen im Internet eine große Rolle. Die Budgets für Produktionen sind auf ein Minimum runtergefahren und das spüren alle. Es fehlen einfach die Aufträge, um mit der heutigen Gage (vor Steuer) klarzukommen. Eine „Gehaltserhöhung“ gab es in den letzten 15 Jahren keine. Natürlich sind neue Verdienstmöglichkeiten via Internet dazugekommen und die dabei entstandene Amateurcommunity hat davon sicherlich in der Vergangenheit am meisten profitiert. Aber auch hier sind die Zahlen rückläufig. Wobei da – und wie in der Pornoindustrie natürlich grundsätzlich – der Fokus auf den Frauen liegt. Männer können nicht einfach mal so sagen sie setzen sich vor die Cam. Da bleiben nur die Drehs übrig. Hin und wieder eine Camshow und noch viel weniger Liveshows in Clubs oder auf Messen. Wenn man dann zu den Besten gehört, dann klappt das, dass man davon leben kann.

„Das wäre mir alles zu stressig an ihrer Stelle!“, gab mir mein Steuerberater zu verstehen. Ich solle doch an die Zukunft denken. Wenig bis gar keine Rente ist zu erwarten und die Preise für Mieten, Kleider, Essen und Sonstiges steigen. Er wolle mir das ja nicht ausreden, aber das Geld sei zu wenig für das, was ich alles dafür mache an Organisation, Vorbereitung für Drehs, Reisen mit Flugzeug, Auto, Bus und Bahn, monatliche Gesundheitstest, Kleidung, Sport, Büroarbeit, Marketing, Eigenwerbung, Messeteilnahmen und was da noch so zu tun sei…

Bei dem Pensum wäre eigentlich ein Managergehalt wie es in einem kleinem mittelständigen Unternehmen gezahlt wird ohne weiteres zumutbar. „Warum tun sie sich das an?“, fragte er mich. Ganz einfach, weil ich es kann. Ich bin gut in dem was ich da mache. Das Geld ist zwar wenig und selbst ich als Etablierter arbeite hart dafür, aber der Job macht mich glücklich. Glücklicher als ich es je war in irgendeiner Arbeit zuvor.

Als Banker und Versicherungskaufmann gehörte ich zwar dazu und war unabhängig, aber als Pornodarsteller bin ich frei. Frei im Geist und zwar ohne schlechtes Gewissen. Ein jedes Set ist spannend und ich darf mit Profis vor und hinter der Kamera zusammenarbeiten. Außerdem treffe ich ständig neue coole Leute, wenn ich durch Europa von Set zu Set reise. Genau genommen bekomme ich also ganz viel immaterielle Werte an Lebensweisheit, Freunden, tollen Erlebnissen durch meine Arbeit, die ich in keinem anderem Job der Welt so erfahren hätte. In Zeiten wie den heutigen ist, meiner Meinung nach das persönliche Glück privat und wie bei der Arbeit doch wohl das höchste Gut, was einem zuteilwerden kann und mit Geld nicht messbar ist. In diesem Sinne bin ich wohl reich. Macht’s gut und bis zum nächsten Mal.

Euer Jason Steel

(Kolumne aus der DD 03/16)

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